Informationen Pinguine

wissenschaftlicher Name: Sphenisciformes. Die Pinguine sind eine Ordnung der Neukiefervögel und bestehen aus nur einer Familie: Pinguine (Spheniscidae)


Ordnung: Sharpe, 1891; Familie: Bonaparte, 1831
Hier finden Sie weitere Bilder:
Pinguin Bilder
Penguin Pictures (englisch).

  • Englisch: Penguins
  • Französisch: Manchot
  • Dänisch: Pingviner
  • Italienisch: Sfenisciformi
  • Niederländisch: Pinguïns
  • Norwegisch: Pingviner
  • Portugiesisch: Pinguim
  • Schwedisch: Pingviner
  • Spanisch: Pingüinos

  • Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Stammgruppe: Neumünder (Deuterostomia)
  • Unterabteilung: Bilateralsymmetrische Tiere (Bilateria)
  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Zu den Pinguinen gehören 17 Arten. Sie erreichen Körperlängen von 30 bis 120 cm und Gewichte von 1 bis 40 kg. Die Männchen sind meistens etwas größer als die Weibchen. Der stromlinienförmige Körper wirkt stämmig. Die Flügel sind schmal und kräftig und haben die Funktion von Flossen übernommen. Pinguine sind nicht in der Lage zu fliegen, obwohl ihre Bewegungen im Wasser sehr an das Fliegen erinnert. Die Beine sind sehr kurz mit großen aber kurzen Füßen, die mit Schwimmhäuten versehen sind. Und dadurch, dass die Beine nach hinten versetzt sind, entstand der aufrechte Gang der Pinguine.

Das Gefieder besteht aus zahlreichen kleinen Federn, die schon fast eine Ähnlichkeit mit Haaren haben. Die Rückseite des Körpers ist bei fast allen Arten dunkelblaugrau bis schwarz, die Bauchseite ist weiß. Das Gefieder der Jungtiere ist meistens grau oder braun, wobei die Flanken und Bauchseite weiß sind.

Pinguine haben eine Lebenserwartung von etwas über 25 Jahren.

Verbreitung

Die Heimat sind die offenen kalten Meere der Südhalbkugel. Die Pinguine sind hauptsächlich in den Küstengewässern der Antarktis, Neuseelands, Südaustraliens und Südafrikas. Man findet sie allerdings nur dann in den tropischen Gewässern, wenn dort eine Kaltwasserströmung vorhanden ist. Der eigentliche Lebensraum ist das offenen Meer, allerdings zur Brut kommen die Pinguine an Land und bevorzugen dabei die felsigen Küsten der südlichen Kontinente, die kühlen Wälder der gemäßigten Zonen, die subtropischen Sandstrände, das Eis der Antarktis, aber auch Grasland und sogar Lavafelder.

Feinde

Pinguine haben eine ganze Reihe von Feinden. Dabei wären z.B. die Seeleoparden, Seebären, Seelöwen, Orcas und Haie. Die Eier und Jungvögel fallen auch Möwen und Skuas zum Opfer.

Ernährung

Die Nahrung besteht aus Fischen, Krebstieren und kleinen Tintenfischen.

Fortpflanzung

Zur Brutzeit, die je nach Art recht unterschiedlich ist, finden sich eine ganze Reihe von Pinguinen zu Brutkolonien zusammen. Bis zu 5 Millionen Tiere kann so eine Kolonie umfassen. Die Weibchen legen ihre 2 Eier in ein einfaches Nest. Nur die Großpinguine brüten ihr einziges Ei auf den Füßen aus. Die Brut dauert etwa ein bis zwei Monate. Die dann schlüpfenden Jungen werden dann je nach Art bis zu sechs Wochen permanent von einem Elternteil behütet. Der andere Elternteil ist während dieser Zeit auf Nahrungssuche. Danach finden sich die Jungen in Gruppen zusammen und bilden regelrechte Kindergärten. Jetzt kümmern sich beide Elterntiere um die Nahrungsbeschaffung.

Je nach Art, werden Pinguine mit ein bis 6 Jahren geschlechtsreif.

Verwandtschaft

Pinguine gehören zur Unterklasse der Neukiefervögel (Neognathae)
dazu gehören auch die Ordnungen:

  • Hühnervögel (Galliformes)
  • Kranichvögel (Gruiformes)
  • Lappentaucherartige (Podicipediformes)
  • Flamingos (Phoenicopteriformes)
  • Gänsevögel (Anseriformes)
  • Schreitvögel (Ciconiiformes)
  • Ruderfüßer (Pelecaniformes)
  • Röhrennasen (Procellariiformes)
  • Seetaucherartige (Gaviiformes)
  • Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
  • Laufhühnchen (Turniciformes)
  • Flughühner (Pteroclidiformes)
  • Taubenvögel (Columbiformes)
  • Papageien (Psittaciformes)
  • Greifvögel (Falconiformes)
  • Kuckucksvögel (Cuculiformes)
  • Mausvögel (Coliiformes)
  • Eulen (Strigiformes)
  • Schwalmartige (Caprimulgiformes)
  • Rackenvögel (Coraciiformes)
  • Eisvogelartige (Alcediniformes)
  • Hopfartige (Upupiformes)
  • Seglervögel (Apodiformes)
  • Spechtvögel (Piciformes)
  • Sperlingsvögel (Passeriformes)

Systematik

Zur Ordnung der Pinguine (Sphenisciformes) gehört nur eine Familie, die Pinguine (Spheniscidae) mit den Gattungen:

  • Großpinguine (Aptenodytes) mit 2 Arten
  • Schopfpinguine (Eudyptes) mit 6 Arten
  • Zwergpinguine (Eudyptula) mit einer Art
  • Gelbaugenpinguine (Megadyptes) mit einer Art
  • Langschwanzpinguine (Pygoscelis) mit 3 Arten
  • Brillenpinguine (Spheniscus) mit 4 Arten


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foto Zwergpinguin Zwergpinguin
wissenschaftlicher Name: Eudyptula minor. Der Zwergpinguin gehört zur Familie der Pinguine
foto Brillenpinguin Brillenpinguin
wissenschaftlicher Name: Spheniscus demersus. Der Brillenpinguin gehört zur Familie der Pinguine.
foto Gelbaugenpinguin Gelbaugenpinguin
wissenschaftlicher Name: Megadyptes antipodes. Der Gelbaugenpinguin gehört zur Familie der Pinguine.
foto Humboldt Pinguin Humboldt Pinguin
wissenschaftlicher Name: Spheniscus humboldti. Der Humboldt-Pinguin gehört zur Gattung der Brillenpinguine.
foto Koenigspinguin Koenigspinguin
wissenschaftlicher Name: Aptenodytes patagonicus. Der Königspinguin gehört zur Gattung der Großpinguine


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