Informationen Biber

Wissenschaftliche Informationen und Bilder zum Thema Biber, wissenschaftlicher Name: Castoridae. Die Biber sind eine Familie der Biberverwandten


Linnaeus, 1758

  • Englisch: Beavers
  • Französisch: Castors
  • Dänisch: Bæver
  • Finnisch: Majavat
  • Italienisch: Castor
  • Niederländisch: Bevers
  • Norwegisch: Bevere
  • Portugiesisch: Castor
  • Schwedisch: Bävrar
  • Spanisch: Castores

  • Unterordnung: Biberverwandte (Castorimorpha)
  • Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
  • Unterklasse: Höhere Säugetiere oder Plazentatiere (Eutheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Bilateria

Allgemeines

Zu den Bibern gehören nur 2 Arten. Biber erreichen Kopf-Rumpf-Längen von 83 bis 110 cm, Schwanzlängen von 30 bis 34 cm und Gewichte von 17 bis zu 35 kg. Das Fell ist sehr dicht und wasserabweisend. Das wird noch durch ein fetthaltiges Sekret, dass bei der Körperreinigung aufgetragen wird noch unterstützt.

Der Körper ist spindelförmig, der Schwanz ist breit, abgeplattet und mit einer lederartigen unbehaarten Haut versehen. Zwischen den Zehen befinden sich Schwimmhäute. Die Nasenlöcher und Ohren lassen sich verschließen, damit während der Tauchgänge kein Wasser eindringen kann. Biber sind in der Lage bis zu 15 Min. unter Wasser zu bleiben.

Biber haben eine Lebenserwartung in freier Wildbahn von 17 bis maximal 20 Jahren. In Gefangenschaft können sie allerdings ein Alter von bis zu 35 Jahren erreichen.

Verbreitung

Die eine Art lebt in weiten Teilen Europas und Russland, die andere Art in Nordamerika. Als Lebensraum dienen Ufer von Flüssen, Bächen und Seen. Allerdings entfernen sich die Biber selten weiter als 20 m vom Wasser.

Lebensweise

Biber bilden Familiengruppen in festen Revieren in unmittelbarer Nähe zum Wasser. Sie bilden feste Reviere von bis zu 3 km Uferlänge, die sie häufig über viele Jahre behalten. Als Behausung dienen selbstgebaute "Biberburgen" oder unterirdische Bauten. Die Burgen bestehen aus Ästen und Zweigen, die die Biber von Bäumen oder liegenden Stämmen abnagen. Der Eingang liegt unterhalb der Wasseroberfläche.

Die Biberdämme legen die Biber an, damit sie einen stabilen Wasserstand um ihre Burg herum haben und diese nicht trocken fällt. Sollte dies geschehen, verlassen die Biber ihre Burg, weil der Eingang dann nicht mehr vor Feinden geschützt ist.

Ernährung

Die Nahrung der Biber besteht aus Wasser- und Uferpflanzen, sowie Baumrinden (bevorzugt von Weiden, Pappeln und anderen Weichhölzern).

Fortpflanzung

Nach einer Tragzeit von etwa 105 Tagen bringen die Weibchen jeweils ein bis 5 Junge mit einem Gewicht von 500 bis 700 g zur Welt. Mit etwa 3 Monaten werden die Jungen entwöhnt.

Biber werden mit etwa 2,5 bis 3,5 Jahren geschlechtsreif.

Verwandtschaft

Biber gehören zur Unterordnung der Biberverwandten (Castorimorpha)
dazu gehören auch die Familien:

  • Taschenratten (Geomyidae)
  • Taschenmäuse (Heteromyidae)

Systematik

Zur Familie der Biber (Castoridae) gehört die Gattung:

  • Biber (Castor) mit 2 Arten

Status

Biber waren einst beliebte Jagdobjekte. Der Hauptgrund ist ihr Pelz, aber auch das Fleisch galt als menschliches Nahrungsmittel. Die doch recht starke Bejagung hat dazu geführt, dass Biber mit der Zeit seltener worden. Seit dem sie unter Schutz stehen haben sich die Bestände heute wieder einigermaßen erholt.


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foto Kanadischer Biber Kanadischer Biber
Kanadischer Biber oder Kanadabiber
wissenschaftlicher Name: Castor canadensis. Der Kanadische Biber gehört zur Familie der Biber


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